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Klappentext
Eine wegweisende Wiederbelebung der jungen deutschsprachigen Literatur war bei seinem Erscheinen im Jahr 1989 der Roman LUDWIG MUß STERBEN des damals vierundzwanzigjährigen Thomas Hettche. In seiner messerscharfen, bildkräftigen und suggestiven Prosa erzählt Thomas Hettche von einem aus psychiatrischer Obhut entlassenenen Mann, der ein Wochenende in der Wohnung seines herzkranken und nach Italien verreisten Bruders verlebt. Der begegnet Lene, einem jungen Mädchen, mit dem er die letzten Tage seines Lebens verbringen wird. Thomas Hettches Roman erkundet herausfordernd das Verhältnis von Wirklichem und Erzähltem. Seine Erprobung von Macht und Ohnmacht der Sprache ließ die zeitgenös- sischen Formen eines realistischen Erzählstils weit hinter sich. LUDWIG MUß STERBEN begeisterte die Kritik, die vom Mahlstrom dieser Sprache fasziniert war, und provozierte zugleich heftigste Polemik.
Friedhelm Rathjen: Wörter-Wunden (Frankfurter Rundschau, 10.10. 1989)
Frank Mühlich: Ein Geniestreich (taz, 11.10. 1989)
Gundhild Kübler: Tödlicher Strudel im Kopf (Neue Zürcher Zeitung, 8.12. 1989)
Leander Scholz: Die Unvermeidbarkeit der Geschichte (In: Wieland / Winfried Freund: Der deutsche Roman der Gegenwart. UTB, Stuttgart 2001)
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