Stellungen. Vom Anfang und Ende der Pornographie
Gebundene Ausgabe, 90 Seiten
DUMONT Literatur und Kunst Verlag, Köln 2003
ISBN 3-8321-7836-8
EUR 39,90

 

 

Zuerst: Gatza bei Eichborn, Frankfurt/Main, 1997







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Klappentext

Die Geschichte der erregenden Literatur ist eine der Verbote und der verschlossenen Bibliotheken, zugleich aber auch die Geschichte legendärer Bücher und schillernder Autorengestalten. Eine der berühmtesten ist die eines schmalen Buches, das 1525 in Rom gedruckt, verboten und verbrannt wurde, und doch den Ruhm seines Verfassers über Jahrhunderte hinweg begründete. Pietro Aretinos I MODI – STELLUNGEN, sechzehn Sonette: der Urtext aller modernen Pornographie, der lange Zeit für immer verschollen schien.
Daß die STELLUNGEN erst vor wenigen Jahren in dieser Nachdichtung von Thomas Hettche, die nun neu aufgelegt wird, auf Deutsch erschienen, zeigt, wie lange Verbote eine literarische Gattung in Zaum hielten. Doch nun droht der Pornographie, die einst den Siegeszug des Romans erst ermöglichte, unter der Last der Bilder ein endgültiger Verlust ihrer Macht.
Für Thomas Hettche wird die Diskussion um die Bücher von Michel Houellebecq oder Catherine Millet zum Zeichen des Untergangs der Imagination: "Heute aber ist es, als habe die Allgegenwart des Sexus alle Geheimniss des Fleisches aufgezehrt."

 

Monika Schattenhofer: Kostbar gewordene Lust (Süddeutsche Zeitung, 5.4. 1998)