Animationen
Gebundene Ausgabe, 194 Seiten.
DUMONT Literatur und Kunst Verlag, Köln 1999
ISBN 377014578X
EUR 19,80







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Klappentext

ANIMATIONEN ist ein erzählender und philosphierender Essay. Er führt mit Goethe in die Schweiz, mit Flaubert in den Orient und auf einer Spur, die eine Kurtisane namens Ruschiuk Hânem legt, schließlich nach Venedig.
Hier tauchen Montaigne und Casanova auf, der Anatom Andreas Vesalius und vor allem der aus Rom geflüchtete Pietro Aretino, Verfasser berühmter erotischer Sonette, die Thomas Hettche 1997 kongenial nachgedichtet hat.
Die Serenissima Venedig, fremde Schönheit und "Stadt ohne Unterwelt" auf dem Wasser, bildet dabei den Raum seiner assoziationsreich verblüffenden, stilistisch eleganten Erkundungen, bei denen nicht zufällig eine Contessa ihre besondere Rolle spielt.
Ein Schriftsteller auf der Suche nach der Herkunft seiner Wörter und unserer aller Bilder von der Liebe. In Venedig, lautet eine These dieses Buches, haben sich erstmals die Betrachtung des Körpers in der Kunst, der Literatur und der Medizin auf moderne Weise ineinander verschränkt. Um sich als pornographische und anatomische Körperschau bis heute weiterzuentfalten, und sich nun – das ist eine der verblüffenden Pointen – in den modernen Medien zu brechen.
ANIMATIONEN spannt den Bogen von Tizian bis zur Raumkapsel Pioneer 10. Thomas Hettche, der zuletzt durch seine Internet-Anthologie NULL von sich reden machte, sucht in dreißig Kapiteln eine Antwort auf die Frage, was Literatur in Zukunft sein wird.

 

 

Hans-Peter Kunisch: Gen Venedig. Thomas Hettche erzählt eine Geschichte des Körpers (Süddeutsche Zeitung, 9.12. 1999)
Stephan Krass: Die Stadt ist eine Frau (Neue Zürcher Zeitung, 12.10. 1999)
Dietmar Dath: An unbestimmbaren Quellen (Spex 3/2000)